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Der Eifelsteig

Foto: Tourist Information Trier Stadt & LandWandern zwischen den UNESCO-Welterbestätten Aachen und Trier

Das nasse Element hat für die Eifel und Aachen seit Urzeiten eine prägende Wirkung. Die Eifel, deren Relief nicht etwa von Vulkanen, Faltungen oder Eiszeiten, sondern durch das Wasser der Flüsse gestaltet worden ist, beliefert die Aachener Quellen frei Haus – und begründet so den Ruhm des Bades. Von Eifel-Vulkanen auf 74 Grad Celsius aufgeheizt ist das Aachener Wasser das heißeste nördlich der Alpen. Anders als das Heilwasser, das sich unterirdisch seinen Weg sucht, können Besucher die Region auf überirdischen Pfaden erkunden: Der Eifelsteig bietet dazu die beste Gelegenheit. Sein Motto: Wo Fels und Wasser dich begleiten.

Der 2009 eröffnete Wanderweg, einer der „Top Trails of Germany“, verläuft auf 313 Kilometern über 15 Etappen durch Täler und über Hochebenen, Bergkuppen und durch tiefe Wälder zwischen Aachen und Trier. Mit 135 Kilometern führt gut ein Drittel der Gesamtstrecke durch Nordrhein-Westfalen. Die erste Etappe beginnt in Kornelimünster, einem Stadtteil Aachens. Bevor Wanderer sich auf den Weg in Richtung Süden machen, können sie die Gelegenheit beim Schopfe packen und das kulturelle Angebot der Kaiserstadt und UNESCO-Welterbestätte kennen lernen.

Wer seinen Fuß auf den Eifelsteig setzt, kehrt damit jedoch nicht automatisch jeglicher Kultur den Rücken zu. Auf dem Weg durch das Hochmoor Hohes Venn, den Nationalpark Eifel mit dem Rursee und vorbei am Eifeler Quellendreieck passieren Wanderer Fachwerkorte, antike Römerstraßen, alte Wasserleitungen, Tempelbezirke und andere Überreste römischer Bauwerke. Mittelalter, Römerzeit – die Spuren der Geschichte reichen noch weiter zurück in die Vergangenheit: Das Ferschweiler Plateau im Südwesten waren vor 400 Millionen Jahren ein Meeresboden, der heute das Relief überragt.

Bevor Wanderer das Finale des Eifelsteigs in Trier erleben, können sie sich in der Vulkaneifel noch über die pulsierende Phase der Erdgeschichte kundig machen und etwa eines der Eifelmaare, das Maarmuseum in Manderscheid oder das Vulkanmuseum in Daun besuchen.

In Trier, dem UNESCO-Weltkulturerbe Augusta Treverorum, angekommen, reihen sich die Monumente dieser antiken Stadt in seltener Dichte aneinander. Trier, im Jahre 16 v. Chr. als "Augusta Treverorum" gegründet, ist die älteste Stadt Deutschlands. Durch die Dichte und die bauliche Qualität der erhaltenen Denkmäler - Brücke, Reste der Stadtbefestigung, Thermen, Amphitheater, Speicherhäuser - liefert Trier ein außergewöhnliches Zeugnis der vierhundertjährigen römischen Epoche. Die Römerbauten und die aus ihren Ruinen erwachsenen, von ihnen nicht zu trennenden christlichen Nachfolgebauten wurden 1986 gemeinsam in die Liste des Welterbes aufgenommen. Die Porta Nigra, ein monumentales befestigtes Tor aus Quadermauerwerk mit zwei halbkreisförmig vorspringenden, viergeschossigen Türmen ist ein einzigartiges Werk der römischen Architektur des 2. Jahrhunderts.

Weitere Infos: www.eifel.info

Foto: Tourist Information Trier Stadt & Land

 

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