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Nordsee, Nordfriesische und Ostfriesische Inseln

Foto: Sabine BesseAn der deutschen Nordsee reihen sich fünf Nordfriesische und sieben Ostfriesische Inseln aneinander. Sie sind äußerst beliebte Urlaubsziele. Dünenlandschaften, reetgedeckte Häuser, Salzwiesen und Sandstrände, gesäumt von Strandkörben, sind typisch für die Region.

Nordfriesische Inseln

Sylt ist die nördlichste Insel Deutschlands. Der 40 km lange Sandstrand bietet jede Menge Raum zum Spazieren und Entspannen. Amrum gilt als Insel der Weite und Freiheit. Im Westen brandet die Nordsee an den über zehn Quadratkilometer großen „Kniepsand“, eine Sandbank, die der Insel Europas breitesten Strand beschert. Die Insel ist außerdem ungewöhnlich waldreich.

Weitere Infos: www.sh-tourismus.de    

Ostfriesische Inseln

In der südlichen Nordsee reihen sich vor der niedersächsischen Küste die Ostfriesischen Inseln auf: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Sie sind das Ergebnis von Meeresablagerungen durch Strömungen, Seegang und Wind. Einige ostfriesische Inseln sind autofrei. Vom Ostfriesischen Festland aus lassen sich abenteuerliche Wattwanderungen unternehmen, zum Beispiel zur Naturschutzinsel Minsener Oog oder auf die Salzwiesen, wo verschiedenste Arten von Wasservögeln ihren Nachwuchs aufziehen.

Die Ostfriesischen Inseln und die vorgelagerte Küste sind beliebte touristische Ziele. Die besonderen klimatischen Bedingungen an der deutschen Nordseeküste gelten als gesundheitsfördernd. Bereits im 19. Jahrhundert nutzten Reisende ihren Aufenthalt an der Küste als Kur-Urlaub. Die Nordsee ist eine der ursprünglichsten Urlaubsregionen in Deutschland.

Geschichte/Geografie

Vor 18.000 Jahren war der gesamte Süden der Nordsee bis nördlich der Doggerbank eine Landmasse, Skandinavien lag unter einer dicken Eisschicht. Mit dem Rückzug der Gletscher vor 10.000 Jahren ging ein Anstieg des Meeresspiegels einher. Im Laufe von Jahrtausenden bewegte sich die Küstenlinie Richtung Süden, bis sie die heutige Ausdehnung erreichte. Die Menschen mussten folgen.

Die niederländischen Westfriesischen und die deutschen Ostfriesischen Inseln sind Barriereinseln. Sie entstanden an den Brandungskanten des Meeres, an denen durch die Brandung Sedimente aufgeschüttet und hinter der durch die brechenden Wellen Sedimente abgetragen wurden. Im Laufe der Zeit sammelten sich so Sandplatten an, die schließlich nur noch von Sturmfluten überschwemmt wurden. Die ersten Pflanzen begannen auf den Sandbänken zu siedeln, das Land verfestigte sich.

Die Ostfriesischen Inseln liegen aufgereiht vor der niedersächsischen Küste, genauer vor der Ostfriesischen Halbinsel. Die Inselgruppe erstreckt sich über rund 90 Kilometer Länge von West nach Ost zwischen den Mündungen von Ems und Jade beziehungsweise der Weser und ist zwischen 3,5 und 10 Kilometer dem Festland vorgelagert. Zwischen den Inseln und dem Festland befinden sich ausgedehnte Wattbereiche, den Inseln vorgelagert liegt das Küstenmeer. Die Inseln, das umgebende Watt sowie das Küstenmeer (Naturschutzgebiet "Küstenmeer vor den ostfriesischen Inseln") stehen in einer engen ökologischen Beziehung. Die Inselgruppe ist Teil des größten und global bedeutsamen Nordsee-Wattenmeeres, innerhalb dessen sie mit etwa 5 Prozent Teil des Nationalparkes Niedersächsisches Wattenmeer ist.

Obwohl sie heute befestigte Inseln sind, befinden sich einige von ihnen auch weiterhin in Bewegung. Für die ostfriesische Insel Juist beispielsweise sind seit 1650 fünf verschiedene Kirchplätze nachweisbar, da der Ort des Kirchenbaus mit der sich verlagernden Insel Schritt halten musste. Die benachbarte Insel Wangerooge verschob sich in den letzten dreihundert Jahren einmal um ihre komplette Länge nach Osten. Aufgrund der herrschenden Umweltbedingungen wird auf den Ostfriesischen Inseln an den Westküsten Land abgetragen, während sich an den Ostküsten Sedimente ablagern. Die Westküsten werden deshalb heutzutage verstärkt von den Menschen geschützt. Die Kanäle zwischen den Inseln dienen zum Durchfluss der Gezeiten, so dass dort die Strömung ein Zusammenwachsen der Inseln verhindert.

Die flächenmäßig größte ist die am westlichen Rand gelegene Insel Borkum, die weiteren bewohnten Inseln sind von West nach Ost: Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

Natur

Um an der niedersächsischen Nordseeküste diese Natur zu bewahren, wurde das Gebiet 1986 unter Schutz gestellt. Der 288.000 Hektar große Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ umfasst das zwischen Ems und Elbe liegende Watt, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Im Nationalpark Wattenmeer sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu Hause. Unter ihnen die Seehunde, die auf ihren Sandbänken gut zu beobachten sind. Aber auch kleinere Lebewesen, wie der berühmte Wattwurm, den man auf einer Wattwanderung bei Ebbe entdecken kann. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die einzigartige Natur kennen zu lernen, denn die Nationalparkzentren bieten mit Führungen, Spielen und Ausstellungen „Natur zum Anfassen“.

Tourismus

Die Ostfriesischen Inseln sind beliebte touristische Ziele. Die günstigen Klimafaktoren von Luft, Temperatur, Wasser, Wind und Sonnenstrahlung aktivieren Abwehrkräfte und Kreislauf, stärken das Immunsystem und wirken heilend insbesondere auf Haut und Atemwege. Windsurfen, Kitesurfen und Segeln sind wegen des immer vorhandenen Windes beliebte Wassersportarten. Das Wattwandern an den ostfriesischen Inseln ist sehr beliebt, aber auch Angeln und Sporttauchen ist möglich.

Weitere Infos: www.reiseland-niedersachsen.de

 

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